GAL zu Besuch bei der Tagesstätte für psychisch Erkrankte und Behinderte


2004-05-20

„Steinfurt verfügt über ein hervorragendes Angebot in der Betreuung psychisch erkrankter Menschen – dieses Angebot an Dienstleistungen haben wir dem enormen Engagement von Landschaftsverband und Kreis zu verdanken.“ Antje Fischer, Leiterin der Tagesstätte für psychisch Erkrankte und Behinderte am Viefhoek in Burgsteinfurt und Ingeborg Rowedda, Bürgermeisterkandidatin der GAL, waren sich einig, dass mit der Tagesstätte bereits vor elf Jahren ein wichtiger Baustein der gemeindenahen Betreuung psychisch erkrankter Menschen geschaffen wurde. „Damals waren wir noch eine der ersten Tagesstätten im Bereich des Landschaftsverbands, mittlerweile sind 41 solcher Einrichtungen vorhanden“, so Fischer. Ingeborg Rowedda und Vertreter der GAL-Ratsfraktion besuchten die Tagesstätte im Rahmen ihrer Fachgespräche zum Arbeitsmarkt in Steinfurt. Fischer erläuterte, dass sie und drei weitere Mitarbeiter gleichzeitig 22 Klienten im Alter von 18 bis 65 Jahren betreuen. „Ziel unserer Arbeit ist, es Tagesstrukturierung zu bieten, die Persönlichkeit unserer Gäste zu stabilisieren und sie in die Gemeinde zu integrieren.“ Die Kontaktstelle an der Kirchstraße bestehe als älteste Einrichtung bereits seit 15 Jahren. An diesem informellen Ort treffen sich psychisch erkrankte Menschen, die durch den regelmäßigen Besuch der Tagesstätte überfordert sind oder Menschen, die in Arbeit sind und einen Austausch mit ebenfalls von einer Erkrankung Betroffenen suchen. Mit der „Zuverdienstf“-Frma sei in der Kontaktstelle an der Kirchstraße nun auch ein weiteres Angebot geschaffen worden: Hier können Betroffene durch die Erledigung einfacher Aufgaben einen Zugang zum Arbeitsmarkt erlangen und etwas Geld hinzuverdienen. „Es wäre wünschenswert, dass mehr Unternehmen auch aus Steinfurt dieses sozialpolitisch wichtige Angebot wahrnehmen und einfache Arbeiten hier erledigen lassen“, forderte Ingeborg Rowedda.

In ein anderes Projekt setzen Antje Fischer und Rowedda große Hoffnung: Am 08. Juni werden alle Einrichtungen, die Unterstützungsangebote für psychisch erkrankte Menschen vorhalten, im Kreishaus eine Vereinbarung unterzeichnen, nach der zukünftig eine Hilfeplanung für die Betroffenen gemeinsam erstellt wird, die stets im Sinne der Klienten und zusammen mit ihnen entwickelt werden soll. Rowedda und die GAL-Vertreter begrüßten diesen Schritt: „Wir müssen die Betroffenen in den Mittelpunkt solcher Planungen stellen.“

Bild zum Besuch der Tagesstätte
Besuch bei der Tagesstätte für psychisch Erkrankte und Behinderte