GAL wird erneut die Initiative für die Errichtung eines Abendteuerspielplatz in Steinfurt ergreifen /
Verlagerung des Borghorster Bahnhofs nicht zu finanzieren!


21.06.2005 Bericht der Mitgliederversammlung

„Mit Blick auf die Spielplätze in der Stadt werden die Prioritäten seit Jahren falsch gesetzt.“ Das Fazit am Ende der Mitgliederversammlung der GAL war eindeutig. Allein in den letzten Jahren wurden die Mittel für die Unterhaltung von Spielplätzen und notwendige Ersatzbeschaffungen durch CDU und SPD um fast 30 Prozent zusammengestrichen. „Und dass, obwohl man sich noch im letzten Jahr die Familienfreundlichkeit dick auf die Fahnen geschrieben hat“, so einer der Gäste der GAL-Versammlung. Gerade noch 28.000 € stehen im städtischen Haushalt für diesen Zweck bereit – bei einem Gesamtvolumen von 75 Mio. €. „Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass sich Kinder heute weniger bewegen als noch vor zwanzig Jahren, deshalb sind Sportvereine und abwechslungsreiche Spielplätze zunehmend von Bedeutung“, so Dr. Martin Drerup. Einen interessanten Abenteuerspielplatz suche man in Steinfurt vergeblich. Die GAL wird erneut die Initiative ergreifen, einen solchen Platz in Steinfurt zu schaffen – „wenn möglich mit der tatkräftigen Unterstützung von Eltern und Kindern“, forderte Lydia Zellerhoff eine umfassende und effektive Bürgerbeteiligung an einem solchen Vorhaben ein.

Schaukel, Sandkasten und Rutsche – das ausgelutschte Standardprogramm – sei bekannt. „Wir wollen abwechslungsreiche und spannende Spielplätze“, so eine Mutter. Eine naturnahe Gestaltung – mit Sandsee, Kiesfluss, Weidentippie und Baumstämmen – sei gleichzeitig wesentlich kostengünstiger. Die GAL wird sich an Bürgermeister Andreas Hoge wenden, um solche ‚neuen‘ Ideen auf den Weg zu bringen.

„Die Idee, den Borghorster Bahnhof für 3 Mio. € an das BWS-Gelände zu verlagern, muss schnellstens eingestampft werden“, so die einmütige Haltung des GAL-Stadtverbandes. Es sei unerträglich, dass der Eindruck entstanden ist, dass dieses Vorhaben bereits auf den Weg gebracht sei. Der Eigenanteil der Stadt von 2,2 Mio. € sei nicht zu finanzieren, die Nähe zum Haltepunkt Grottenkamp unsinnig und der Nutzen für die zukünftige Bebauung auf dem BWS-Gelände unbedeutend. „Die Diskussion muss beendet werden – eher gestern als heute“, forderte Fraktionssprecher Christian Franke.