Die GAL hält Sportstättengebühren weiterhin für den vollkommen falschen Weg! /
Appell der Politik an den Kreis gegen die Ausweisung der Familie Bajrami!


25.09.2006 Fraktionsbericht

„Drohungen gegenüber den Vereinen, Sporthallen zu schließen, wenn die geforderten Sportstättengebühren nicht gezahlt werden, werfen ein bezeichnendes Licht auf die Wertschätzung der ehrenamtlichen Arbeit in diesem Bereich.“ Die GAL-Fraktion befasste sich am Montagabend noch einmal eingehend mit der von der Ratsmehrheit geforderten Nutzungsgebühr für die Sporttreibenden in Steinfurt. „Der Stadtsportverband hat großes Entgegenkommen gezeigt, indem er zugesagt hat, ab 2007 jedes Jahr 50.000 “ in die Stadtkasse zu zahlen.“ Die GAL hält Sportstättengebühren weiterhin für den vollkommen falschen Weg, erkennt aber die Kooperationsbereitschaft des SSV an. Politik und Verwaltung seien gut beraten, das Angebot des SSV positiv aufzugreifen. „Vor allem dürfen aber die Bedingungen, an die eine solche Zahlung geknüpft wurden, nicht außer Acht gelassen werden“, so Gebhard Niehus. 50.000 “ seien ein gewaltiger Beitrag, die nur über Beitragserhöhungen in den Vereinen aufgefangen werden können. „Wenn die übrigen Fraktionen nun meinen, diese Summe kurzerhand auf 55.000 bis 60.000 “ jährlich erhöhen zu können, ist dieses das völlig falsche Signal an die Sportler“, so Fraktionssprecher Christian Franke.

„Wir erwarten, dass der Kreis den Appell der Politik respektiert und die von Ausweisung bedrohte Familie Bajrami nicht kurzerhand abschiebt!“ Einstimmig hat der Sozialausschuss auf Antrag von CDU und GAL die Forderung aufgestellt, auch die Bajramis, die seit 15 Jahren in Steinfurt leben, nicht in den Kosovo auszuweisen. „Die Kinder sind hier geboren und hervorragend integriert.“ In Sorge um die Familie haben viele Steinfurter ihre Unterstützung für die Familie zum Ausdruck gebracht. „Es ist schlichtweg inakzeptabel, wenn der Kreis sich hier über die Steinfurter Politik und viele solidarische Mitbürger der Familie Bajrami hinwegsetzen würde“, so Monika Folkens.

„Es drängt sich der Eindruck auf, dass gehandicapte Menschen im neuen Ärztehaus am Marienhospital in Schwierigkeiten kommen könnten.“ Ute Nefigmann und Eva Jürriens berichteten der GAL-Fraktion über die Eröffnung des Facharztzentrums am letzten Wochenende. Kritik äußerten die Mitglieder des Sozialausschusses daran, dass die Toiletten nicht barrierefrei und rollstuhlgerecht gestaltetet seien. „So etwas darf bei einem neu errichteten Gebäude nicht vorkommen“, so die Kritik der GAL.