Evangelische Jugendhilfe Münsterland: Einblick in 30 Jahre erfolgreiche soziale Arbeit
- GAL Steinfurt
- 21. Feb.
- 3 Min. Lesezeit
[Bericht der Evangelischen Jugendhilfe Münsterland]
Christian Franke (53), Familienvater und Politiker, besuchte die Evangelische JugendhilfeMünsterland (EJHM), um sich vor Ort über die Arbeit und aktuellen Entwicklungen derEinrichtung zu informieren. Begleitet wurde er von Gerald Müller (GAL), Sebastian Alfers(Bündnis 90/Die Grünen) sowie Dr. Reinhold Dankel (Fraktionsvorsitzender der FWS im Rat derStadt). Die Vertreterinnen der Evangelischen Jugendhilfe Münsterland, Karin Beckmann –Geschäftsführung, Melanie Albermann – Pädagogische Leitung und Danja Schikowski-Ghrairi –Regionalleitung, begrüßten Herrn Franke und berichteten ihm über die Arbeit der Einrichtung.Franke, der bei der kommenden Kommunalwahl als Bürgermeisterkandidat für die KreisstadtSteinfurt antritt, nutzte die Gelegenheit, sich mit den Herausforderungen und Perspektiven dersozialen Arbeit in der Region auseinanderzusetzen.
30 Jahre Evangelische Jugendhilfe Münsterland: Ein Erfolgskonzept für die Region
In diesem Jahr feiert die Evangelische Jugendhilfe Münsterland ihr 30-jähriges Bestehen. Mitüber 1.300 Mitarbeitenden unterstützt die EJHM Kinder, Jugendliche und Familien in Steinfurtdurch zahlreiche Angebote wie drei Offene Ganztagsschulen (OGGS), eine Kindertagesstätte,drei Wohngruppen, eine Jugendwerkstatt und eine Möbelbörse.Ein zentrales Thema im Austausch war die Inobhutnahme von Kindern und Jugendlichen, die inKrisensituationen Schutz benötigen. Der Kreis Steinfurt und der Krisendienst arbeiten hierbeieng zusammen, um diesen komplexen Aufgaben gerecht zu werden.
Wachsende Anforderungen und die regionalen Herausforderungen
Während des Besuchs wurde deutlich, dass die steigenden Bedarfe an sozialen Angeboten auchneue Herausforderungen mit sich bringen. Ein besonders diskutiertes Thema war dieSchnittstelle zwischen Stadt- und Kreisjugendämtern sowie die Finanzierung von Schule undKita. Während der Bedarf an Betreuungsplätzen in den OGS wächst, bleibt der Bedarf im KiTa-Bereich aktuell konstant. Ein weiteres wichtiges Thema ist das Familien Analoges Zentrum für Pflegefamilien, die Jugendmigrationsberatung (JMD) sowie betreutes Wohnen für Jugendlicheund junge Erwachsene, das zunehmend mehr Unterstützung benötigt.Besonders der Fachkräftebedarf und die unsichere Finanzierung auf Landes- und Bundesebenestellen die soziale Arbeit vor große Herausforderungen.
„Die Einrichtung hat mir gezeigt, wie wichtig die Arbeit in der Region für die Unterstützung vonFamilien und Jugendlichen ist. Wir müssen sicherstellen, dass solche Angebote weiterhinnachhaltig finanziert werden, damit wir eine starke, gerechte Gesellschaft bauen können“,betonte Christian Franke.
Demokratiebildung und Prävention als Schlüsselfaktoren
Neben der akuten Hilfe in Krisensituationen legt die Evangelische Jugendhilfe Münsterlandgroßen Wert auf die Förderung von Demokratiebildung und Prävention. Der Schutz von Kindernund Jugendlichen vor Gewalt steht ebenso im Fokus wie die Integration von präventivenMaßnahmen. Die Förderung demokratischer Werte und die Stärkung der Selbstständigkeit vonJugendlichen sind zentrale Bausteine der Arbeit.
„Wir setzen auf langfristige Unterstützung und begleiten junge Menschen dabei, ihrePerspektiven zu entwickeln und selbstbestimmt in die Zukunft zu gehen“, sagte Karin Beckmann,die Geschäftsführerin der Evangelischen Jugendhilfe Münsterland.
Eine kleine Geschichte aus der Jugendhilfe:
Ein besonders berührender Moment des Besuchs war die Geschichte von Max, einemJugendlichen, der über die Jugendwerkstatt einen Einstieg in die Arbeitswelt fand. Max kam auseinem schwierigen Umfeld, aber durch die intensive Betreuung und die praktische Ausbildungkonnte er nicht nur seine Fähigkeiten entwickeln, sondern auch seine Lebensperspektiveändern. Heute hat er einen festen Job in der Region und ist ein gutes Beispiel dafür, wie durchgezielte frühe Unterstützung und Förderung jungen Menschen eine neue Chance gegebenwerden kann.
Ausblick: Zusammenarbeit und langfristige Perspektiven
Die Vertreterinnen der Evangelischen Jugendhilfe Münsterland und die politischen Akteurebetonten die Bedeutung einer langfristigen und stabilen Finanzierung. Um den wachsendenAnforderungen gerecht zu werden, ist eine enge Zusammenarbeit zwischen allen Akteurennotwendig. Christian Franke unterstrich, dass die sozialen Einrichtungen wie die EJHM dasFundament einer gerechten Gesellschaft bilden und weiterhin mit den nötigen Ressourcenausgestattet werden müssen. Im Hinblick auf seine Kandidatur als Bürgermeister der KreisstadtSteinfurt betonte er, dass er sich auch in seiner zukünftigen Rolle für eine nachhaltige undzukunftsfähige Unterstützung der sozialen Strukturen in der Region einsetzen möchte.
„Ich setze mich dafür ein, dass solche Einrichtungen wie die EJHM langfristig die Unterstützungbekommen, die sie brauchen, um noch mehr jungen Menschen wie Max zu helfen, eineigenständiges Leben zu führen“, so Franke abschließend.
Die Evangelische Jugendhilfe Münsterland bleibt auch in Zukunft eine zentrale Stütze für dieKinder- und Jugendhilfe in der Region und ist gut aufgestellt, um den Herausforderungen derkommenden Jahre zu be
gegnen.

v.l. Gerald Müller (GAL), Melanie Albermann (Pädagogische Leitung für Steinfurt, EJHM), Danja
Schikowski-Ghrairi (Regionalleitung Steinfurt, EJHM), Karin Beckmann (Geschäftsführung
EJHM), Dr. Reinhold Dankel (Fraktionsvorsitzender der FWS im Rat der Stadt), Christian Franke
(Bürgermeisterkandidat Kreisstadt Steinfurt) und Sebastian Alfers (Bündnis 90/Die Grünen)
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